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Service: Licht und Sicht für mehr Sicherheit
Wednesday, 14. January 2009
Sehen und gesehen werden gilt insbesondere in der dunklen Jahreszeit. Foto: ar/Bosch
Sehen und gesehen werden gilt insbesondere in der dunklen Jahreszeit. Foto: ar/Bosch
 
Sehen und gesehen werden ist gerade in der dunklen Jahreszeit die Grundvoraussetzung für eine sichere Autofahrt. Defekte Scheinwerfer sowie durch Streusalz und feuchten Straßendreck verunreinigte Scheiben verschlechtern die Sicht und erhöhen das Unfallrisiko.

Auch ohne Tagfahrlichtpflicht sollte gerade im Winter stets das Abblendlicht eingeschaltet werden, rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Es ist nicht nur spätestens bei Dämmerung und Dunkelheit, sondern laut Straßenverkehrsordnung auch bei wetterbedingt erschwerten Sichtverhältnissen zwingend vorgeschrieben. Aber auch am helllichten Tag sind Autos mit Abblendlicht von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich schneller und besser zu erkennen. Für den Dauerlichtbetrieb empfiehlt die GTÜ spezielle Daytime-Glühlampen. Sie sind zwar teurer als die üblichen, halten in der Regel aber auch fünf Mal länger. Grundsätzlich sollte immer ein Ersatzset im Auto mitgeführt werden. Beim Ausfall einer Lampe empfiehlt es sich, stets paarweise auszutauschen, da die noch Lampe nicht selten wenig später ebenfalls ausfällt. Die Glühlampen dürfen nicht mit bloßen Fingern angefasst werden, da schon geringste Fett- oder Schweißrückstände sich fest einbrennen und die Lichtausbeute der verringern.

Die GTÜ rät, bei den Lampen generell auf Qualitätsprodukte mit UV-Schutz zu achten, um ein Eintrüben der Kunststoffstreuscheiben und eine Verminderung der Lichtwirkung zu vermeiden. Wichtig ist ebenso die blendfreie Einstellung der Scheinwerfer. Das lässt sich schnell mit einem kurzen Werkstattbesuch überprüfen.

Verschmutzte Scheiben erschweren nicht nur den Durchblick, sie verursachen auch stark blendendes Streulicht. Saubere Scheiben sind ein absolutes Muss. Das gilt nicht nur für außen, sondern genauso für innen. Zur Reinigung empfiehlt die GTÜ spezielle Scheibenreinigungskonzentraten. Vor Haushaltsreinigern wird gewarnt: Vor allem Geschirrspülmittel, verursachen einen Nachschleier mit irritierenden Lichtreflexen. Für die Innenscheiben ist ein Antibeschlagzusatz beim Sauberwischen ratsam. Ständig beschlagene Scheiben, die im Winter auch innen Eiskratzen erforderlich machen, sind oft ein Indiz für undichte Stellen am Auto, durch die Wassertropfen eindringen. Ihnen sollte fachmännisch auf den Grund gegangen werden. Die Gesellschaft für Technische Überwachung rät außerdem, die Entwässerungsöffnungen unter den Türen auf mögliche Verschmutzungen zu überprüfen.

Gegen beschlagene Scheiben hilft, die Heizung aufzudrehen und das Gebläse auf starker Stufe möglichst voll auf die Scheiben zu richten. Bei Temperaturen über fünf Grad Celsius sorgt auch der Einsatz der Klimaanlage für trockenere Innenraumatmosphäre, weil der Luft Feuchtigkeit entzogen wird.

Bei der Scheibenwischanlage ist neben dem Reinigungskonzentrat im Winter natürlich auf ausreichend Frostschutzmittel zu achten. Auch hier gilt: Finger weg von Hausmitteln wie Spiritus-Spüli-Mixturen. Durch sie bilden sich nicht nur Schmierfilme, sondern sie verstopfen Düsen und Schläuche. Außerdem können sie Gummi, Kunststoff oder gar den Lack angreifen. Beim Kauf gebrauchsfertiger Mischungen oder einzelner Konzentrate sollte darauf geachtet werden, dass die Mittel für Fächerdüsen und Polycarbonat-Scheinwerferscheiben geeignet sind. Zum Einfüllen von Einzelkomponenten gilt die Reihenfolge: erst Frostschutz, dann Wasser und schließlich Reinigungskonzentrat. Gelegentlich sind auch die Spritzdüsen zu prüfen und gegebenenfalls zu reinigen.

Wischblätter bieten in der Regel nur ein halbes Jahr lang optimale Leistung und verrichten bei winterlichen Bedingungen Schwerstarbeit. Für den Wechsel rät die GTÜ zu Markenerzeugnissen aus hochwertigem Kautschuk.

Die Sicht verschlechtren auch Kratzer auf der Frontscheibe. Sie verursachen Lichtbrechungen und beschleunigen die Abnutzung der Scheibenwischer. Steinschläge führen oft zu Mikrorissen, die sich plötzlich ausdehnen können. Bevor es soweit kommt, können Schäden auf der Außenseite fachmännisch ausgebessert werden. Krater bis 5 Millimeter Durchmesser und davon ausgehende Sprünge bis 5 Zentimeter Länge sind nach GTÜ-Angaben reparabel. Sie dürfen jedoch nicht im unmittelbaren Fernsichtfeld liegen und auch nicht im Scheibendichtgummi enden.

Bei aller Technik darf der Mensch nicht vergessen werden. Wer als Autofahrer den Durchblick behalten möchte, sollte auch seine eigene Sehleistung regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen. (ar/jri)
 
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