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TÜV NORD Mobilität: Schlaglöcher lassen Stoßdämpfer leiden |
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Monday, 8. March 2010 |
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Viele Autofahrer unterschätzen die Bedeutung der
Stoßdämpfer für die Verkehrssicherheit. Denn die Dämpfer sind für den
Fahrbahnkontakt mitentscheidend. Lässt ihre Wirkung nach, dann werden
sie zur schleichenden Gefahr. Sie sollten deshalb regelmäßig
überprüft werden, raten die Fachleute von TÜV NORD Mobilität. Erster
Hinweis auf schlechte Dämpfer: Das Auto fühlt sich etwas weicher und
schwammiger an. Stoßdämpfer sind Metallhülsen, in denen ein
beweglicher Kolben die Belastungen der Karosserie abfedert und die
Räder regelrecht auf die Straße drückt. Den nötigen Widerstand gewährleistet eine Kolbenfüllung mit Öl
oder Stickstoff bei einem Druck bis 25 bar. Die Dämpfer verschleißen
mit der Zeit und werden undicht - entsprechend ihrer Beanspruchung
durch Fahrweise, Beladung, Bodenunebenheiten oder Bordsteinkanten
eben etwas schneller. Ihre Wirkung lässt dabei schleichend nach, so
dass man sich daran gewöhnt und in Extremsituationen einer
plötzlichen Gefahr ausgesetzt ist. Rund 15 Prozent aller Fahrzeuge
weisen bei Untersuchungen defekte Stoßdämpfer auf. Fachleute gehen
davon aus, dass über 50 Prozent der Unfälle von Fahrzeugen, die mehr
als zehn Jahre bzw. 150.000 Kilometer gefahren wurden, durch defekte
Stoßdämpfer (mit-) verursacht werden. Defekte Stoßdämpfer verlängern sogar schon bei niedrigen
Geschwindigkeiten den Bremsweg. Typisch ist beim Bremsen auch das
Nicken oder Abtauchen des Fahrzeugs nach vorn. Abgenutzte Stoßdämpfer
vermindern die Bodenhaftung, die Spurtreue und Kurvenstabilität. Dies
führt zu gefährlichem Schlingern, insbesondere beim Spurwechsel und
in Kurven. Zudem reagiert das Fahrzeug empfindlicher auf Seitenwind.
Beim Beschleunigen und beim Überqueren von Bodenwellen kommt es zum
"Aufschaukeln". Bei großen Bodenunebenheiten schlagen die Stoßdämpfer
sogar durch. Außerdem leidet die Funktionstüchtigkeit elektronischer
Fahrwerkskomponenten wie ABS, Antischlupfregelung ESP und Co, wenn
die Dämpfer schwächeln. Das Reifenprofil wird stärker und
ungleichmäßiger abgenutzt, was wiederum beim Bremsen zur Gefahr wird.
Der gern bemühte Wipptest mit dem Nachschaukeln bringt allenfalls
einen Hinweis auf Totalausfälle von Stoßdämpfern. Besser ist eine
regelmäßige Sichtkontrolle auf Ölaustritt oder Schmutzflecken am
Stoßdämpfer sowie auf unregelmäßig abgefahrene Reifen. Geachtet
werden sollte verstärkt auf ungewohnte Effekte beim Fahren wie
Radspringen mit lautem Rattern und Lenkradflattern sowie das typische
"Nicken" beim bremsen. Nach 60.000 bis 80.000 Kilometern oder sobald
ein ungewohntes Fahrverhalten auffällt, sollte sich der Autobesitzer
an eine Fachwerkstatt wenden. TÜV NORD Mobilität bietet Autofahrern an zahlreichen TÜV-STATIONEN
für 8,90 Euro einen StoßdämpferCheck an. Termine können einfach unter
der kostenlosen Telefonnummer 0800 80 70 600 vereinbart werden. |