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TÜV SÜD warnt vor Niveauverlust bei TÜV-Prüfung
Wednesday, 13. April 2011
Gerhard Müller vertritt den TÜV SÜD Auto Service künftig bei Politik, Wirtschaft und Verbänden. Foto: TÜV Süd/ar.NET
Gerhard Müller vertritt den TÜV SÜD Auto Service künftig bei Politik, Wirtschaft und Verbänden. Foto: TÜV Süd/ar.NET
 
Künftig werden die Weichen in puncto Fahrzeugprüfung und Einführung innovativer Prüfsysteme zunehmend auf europäischer Ebene gestellt. Um dafür besser gerüstet zu sein, schuf der TÜV SÜD Auto Service eine neue Position, die ab sofort von Gerhard Müller bekleidet wird.

Künftig werden die Weichen in puncto Fahrzeugprüfung und Einführung innovativer Prüfsysteme zunehmend auf europäischer Ebene gestellt. Um dafür besser gerüstet zu sein, schuf der TÜV SÜD Auto Service eine neue Position, die ab sofort von Gerhard Müller bekleidet wird. Der 48-Jährige wird Chef des Bereiches Politik und Wirtschaft. Seine Aufgabe wird es sein, die Interessen des Prüfdienstleisters im Bereich Mobilität auf der Politik- und Verbandsebene zu vertreten. Eines der von ihm vertretenen Kernthemen wird die EU-weite Harmonisierung der technischen Überwachung von Fahrzeugen sein. Hier droht das Niveau, gewissermaßen "europaverordnet", abzugleiten. Schon im Vorfeld politischer Entscheidungen im Bereich der Fahrzeugprüfung will man noch aktiver auf Politik, Wirtschaft und Verbände zugehen, um eigene Erfahrungen im Sinne der Autofahrer und der Fahrzeugsicherheit einzubringen, erklärt Bernhard Kerscher, Sprecher der Geschäftsführung TÜV SÜD Auto Service, die Hauptgründe zur Schaffung der neuen Position. Bei der in den kommenden Jahren angestrebten Harmonisierung der technischen Fahrzeugüberwachung auf EU-Ebene, deren Ergebnis eine in der gesamten EU gültige Hauptuntersuchung auf mittlerem Sicherheits-Niveau sein soll, zeichnet sich bereits Konfliktpotenzial ab. So würden in der Konsequenz weniger entwickelte EU-Länder das Niveau ihrer TÜV-Prüfung anheben, während sich weit entwickelte Länder wie Deutschland von dem bislang bekannten hohen Niveau verabschieden müssten. "Diese Tendenzen sehen wir mit Sorge und werden unserer Stimme entsprechend Geltung verschaffen", betont Kerscher und verweist in dem Zusammenhang auf Müllers Branchenerfahrungen und Durchsetzungsfähigkeiten. Müller blickt auf langjährige Erfahrung in verschiedenen Führungsfunktionen beim TÜV SÜD zurück. Seine Karriere begann der Diplomingenieur 1992 als amtlich anerkannter Sachverständiger für den Kfz-Verkehr, übernahm bereits kurz darauf die Leitung der TÜV SÜD Niederlassung Neu-Ulm und 2001 die Regionalleitung der Region Bayern West. 2007 wurde Müller schließlich zum Geschäftsführer der TÜV SÜD Auto Plus berufen, unter deren Dach das Unternehmen Dienstleistungen für Großkunden bündelt. (ar.NET/arie)
 
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