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Peugeot stoppt sein Werkssportwagen-Engagement
Friday, 20. January 2012
Die Entscheidung des Rückzugs aus dem Werks-Motorsport fiel vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa für die Marke Peugeot. Foto: Peugeot/ar.NET
Die Entscheidung des Rückzugs aus dem Werks-Motorsport fiel vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa für die Marke Peugeot. Foto: Peugeot/ar.NET
 
Nach 14 Siegen in den letzten 16 Rennen, einem Doppel-Triumph beim berühmten 24-Stunden-Rennen in Le Mans im Jahr 2009 und zwei aufeinanderfolgenden Titelgewinnen im Intercontinental Le Mans Cup in den Jahren 2010 und 2011 hat sich Peugeot entschlossen, sein Sportwagen-Programm mit dem 908 mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Nach 14 Siegen in den letzten 16 Rennen, einem Doppel-Triumph beim berühmten 24-Stunden-Rennen in Le Mans im Jahr 2009 und zwei aufeinanderfolgenden Titelgewinnen im Intercontinental Le Mans Cup in den Jahren 2010 und 2011 hat sich Peugeot entschlossen, sein Sportwagen-Programm mit dem 908 mit sofortiger Wirkung zu beenden. Die Löwenmarke wird somit auch nicht bei der kommenden Auflage der "24 Stunden von Le Mans" antreten. Die Nachricht der Franzosen war für die Motorsport-Branche eine Überraschung. Gerüchte, dass sich Peugeot aus dem Sportwagen-Engagement langsam verabschieden wolle, waren immer mal wieder ein Thema. Doch der plötzliche Rückzug schon 2012 sorgte für Kopfschütteln - nicht aber bei den Entscheidungsträgern bei Peugeot. Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa in Verbindung mit bevorstehenden Herausforderungen für die Marke Peugeot. Der französische Automobilhersteller führt mit den Modellen 208, 3008 HYbrid4, 508 RXH, 508 HYbrid4 und 4008 eine Vielzahl neuer Modelle in den kommenden Monaten ein. "Auf diese Aufgabe konzentrieren wir unsere Ressourcen und Aktivitäten", sagt ein Sprecher. Mit den neuen Modellen will Peugeot seine Strategie unterstreichen, die Marke weiter aufzuwerten und die globale Präsenz zu verstärken. Heute macht es für Peugeot keinen Sinn mehr, finanzielle Mittel in ein teures Motorsport-Projekt zu stecken. Wenn man genügend Geld übrig hat, ist dies sicherlich eine schöne Pflege des Markenimages. Jetzt hat Peugeot solch eine Kasse geschlossen. Eigentlich auch nachvollziehbar, so ist das Markenimage von Peugeot nicht gerade sehr vom Motorsport geprägt, auch fehlt es an ausgewiesen sportlichen Modellen, die im Vertrieb vom Motorsport getragen werden könnten. Natürlich ist der Rückzug für die Peugeot-Werksfahrer ein Schock. Jetzt gilt es neue Job zu suchen. Alexander Wurz war schon zu Toyota gewechselt, vielleicht in weiser Voraussicht Simon Pagenaud und Sebastien Bourdais werden in der IndyCar-Serie am Start sein. Doch andere haben derzeit kein neues Cockpit. Und zu einem Duell mit Audi in der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft 2012 wird es nicht mehr kommen. (ar.NET/pha)
 
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