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Für Volkswagen ist die Formel 1 kein Thema
Tuesday, 22. November 2011
Volkswagen betreibt Motorsport stets mit dem Blick auf einen Technologietransfer, der vom Motorsport in die Großserienfertigung fließen kann, betont Dr. Ulrich Hackenberg. Foto: wmd/ar.NET
Volkswagen betreibt Motorsport stets mit dem Blick auf einen Technologietransfer, der vom Motorsport in die Großserienfertigung fließen kann, betont Dr. Ulrich Hackenberg. Foto: wmd/ar.NET
 
Dr. Ulrich Hackenberg, im Vorstand von Volkswagen verantwortlich für die Entwicklung, ist nicht nur für den Konzern viel unterwegs, sondern auch ein strategischer Lenker.

Dr. Ulrich Hackenberg, im Vorstand von Volkswagen verantwortlich für die Entwicklung, ist nicht nur für den Konzern viel unterwegs, sondern auch ein strategischer Lenker. Und dies ist sprichwörtlich zu nehmen, schließlich sitzt er als Entwicklungschef auch mal am Steuer eines Rennwagens - natürlich in einem VW. So wunderte es auch nicht, dass der Chef den Roll-out des neuen Polo R WRC persönlich fuhr. "Ich fahre jedes Auto, das ich entwickelt habe und für das ich verantwortlich bin. Dass gehört einfach dazu", betonte Ulrich Hackenberg, am Rande des Macau Grand Prix. "Es ist natürlich auch ganz gezielt, um zu zeigen, dass wir als Marke und vom Vorstand hinter diesem Rallye-Projekt stehen." Es ist wichtig, wenn man eine neue Mannschaft für den Start in der FIA Rallye-WM 2013 aufbaut, dass man Kompetenz zeigt.   Qualität, Durchhaltevermögen und Schnelligkeit hat VW bereits mehrfach bei der härtesten Rallye der Welt, der Dakar, gezeigt. Nun heißt es sich in der Rallye-WM mit dem neuen Polo R WRC zu behaupten. Dies stets mit dem Blick auf einen Technologietransfer, der vom Motorsport in die Großserienfertigung fließen kann. "Dies ist eine sehr gute Bühne um technologisch weiter zukommen", betont der Chefentwickler von Volkswagen und unterstreicht damit die Wichtigkeit des Rallye-Projekts für den Konzern. "Wir beschäftigen uns derzeit sehr stark mit dem Thema Leichtbau und zwar mit bezahlbarem Leichtbau", erklärte Hackenberg im Gespräch. "Eine Technik, die der Kunde auch bezahlen kann, so genannte Mischmaterialien und Verbindungstechniken, die man gemeinsam einsetzen kann. Das ist auch ein Thema im Motorsport." Da die Formel 1 zu weit von der Serie entfernt ist, kann sie kein Betätigungsfeld für die Marke Volkswagen sein - jedenfalls nicht zum derzeitigen Zeitpunkt.  Das Prestige von Siegen in der Formel 1 ist hoch, wer seine Marke weltweit bekannt machen möchte, für den ist die Bühne der Formel 1 durchaus sinnvoll - siehe Infiniti bei Red Bull. Doch wer sich durch technische Kompetenz mit dem Blick auf die Serienfertigung darstellen möchte, ist hier nicht am richtigen Ort. Und genau hier braucht die Kernmarke Volkswagen keine Unterstützung von der Formel 1. "Motorsport in Summe ist für die Marke Volkswagen und für den Konzern wichtig, hier hat jede Marke ihr Betätigungsfeld. Aber die Formel 1 ist bei uns kein Thema", sagte Ulrich Hackenberg beim Formel 3 Rennen in Macau. In der Formel 3 ist Volkswagen mit seinem 210 PS starken Vierzylinder-Triebwerk ein erfolgreicher Motorenlieferant. (ar.NET/Peter Hartmann)    
 
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