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Formel 1: Spa, Schumacher's Wohnzimmer |
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Saturday, 27. August 2011 |
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Spa weckt Erinnerungen: In unmittelbarer Nachbarschaft zur deutschen Heimat gelegen, freut sich Michael Schumacher ganz besonders auf den Grand Prix in Belgien.
Spa weckt Erinnerungen: In unmittelbarer Nachbarschaft zur deutschen Heimat gelegen, freut sich Michael Schumacher ganz besonders auf den Grand Prix in Belgien. "Das Rennen in Spa wird sicherlich diesmal eine besondere Note haben, denn hier fuhr ich vor 20 Jahren mein erstes Formel 1-Rennen. Schwer zu glauben, dass das schon so lange zurück liegt. Vieles hat sich in diesen 20 Jahren verändert, eines allerdings nicht: die Strecke ist nach wie vor sensationell", sagt Schumacher, der noch keine 100 km entfernt von der belgischen Rennstrecke aufgewachsen ist. "Ich liebe einfach diese großartige Natur dort und die daraus resultierende Streckenführung mit den Aufs und Abs. Für mich ist Spa nach wie vor mein Wohnzimmer, denn hier haben sich so viele Dinge abgespielt, die für meine sportliche Karriere bedeutsam waren." Im August 1991 startet Schumacher seine Formel-1-Karriere, damals 22 Jahre jung, in einem Jordan-Ford.
Norbert Haug erinnert sich gerne zurück: "Im April 1991, ich war gerade seit einem halben Jahr für die Motorsport-Aktivitäten von Mercedes-Benz verantwortlich, stand da der Mercedes-Junior Michael Schumacher abends neben mir auf dem Balkon und sagte leise und ohne den geringsten Zweifel in seiner Stimme, langsam wird es Zeit, dass ich in die Formel 1 komme." Michael Schumacher war damals 22 Jahre jung. Mercedes-Benz hat ihm ins Formel-1-Cockpit geholfen; er gab sein Formel-1-Debüt bei Eddie Jordan. Der Start zu einer Traum-Karriere mit sieben WM-Titeln und 91 Grand-Prix-Siegen - bis heute. An diesem Wochenende sitzt der 42-jährige Rheinländer in einem Mercedes. Kann er seinen siebten Startplatz von vor 20 Jahren verbessern "Michael war vor zwanzig Jahren bei uns und ist es jetzt wieder, als mittlerweile siebenfacher Weltmeister und 91-facher Grand Prix Sieger. Die Rennen in Spa stecken traditionell voller Überraschungen und dabei spielt oft das Wetter, der typische Ardennenregen, eine nicht unwesentliche Rolle", sagt Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug.
Rückblende: Als Michael Schumacher 2006 nach sieben Weltmeisterschaftstiteln den Helm an den Nagel hing, sagte er: "Ich bin viel zu Energie geladen. Als dass ich vor mich hinsiechen werde. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, wo ich mir etwas suchen werde, was mich auslastet." Nachdem er den Nachholbedarf an Dingen, die er in seiner aktiven Formel-1-Karriere nicht machen konnte, ausleben konnte, ging er auf die Suche, nach etwas was ihm Spaß machen werde. Gefunden hat Michael Schumacher den erhofften Spaß aber nie so richtig. Spaß, den ihn auslasten sollte. Im Herbst 2009 kam dann der Zeitpunkt einer neuen Herausforderung, die eigentlich die alte ist - drei Jahre nach seinem Entschluss der Formel 1 als aktiver Rennfahrer den Rücken zu kehren.
Wer Michael Schumacher an der Rennstrecke beobachtete, der konnte spüren, dass in ihm das Feuer Formel 1' brannte. "Plötzlich hatte mich das Fieber wieder gepackt. Die Vorstellung, wieder im Formel-1-Auto um die Weltmeisterschaft zu fahren, ist aufregend und extrem inspirierend", sagte Schumacher nach einem Gespräch mit Ross Brawn im November 2009. Dass der rheinische Virtuose am Lenkrad wieder aktiv in einen Formel-1-Rennwagen gestiegen ist, ist einer Tatsache zu verdanken: Mercedes-Benz ist als Werksteam auf die Bühen der Formel 1 zurückgekehrt. (ar.NET/Peter Hartmann) |